Olga Patlan: Seit 2015 bin ich beim MDR tätig

Die acht Fragen dieser Interviewreihe werden von interessanten Doku-Köpfen beantwortet, die sich beruflich oder privat in besonderer Weise mit Dokumentarfilmen beschäftigen. Dadurch entstehen Beiträge, die Aufmerksamkeit auf die Menschen hinter den Filmen lenken und die zudem unserem Anliegen folgen, echte Doku-Perlen zu empfehlen.

Wer sind Sie und was machen Sie?

Olga Patlan

Ich bin Olga Patlan und als freie Journalistin tätig. Seit 2015 bin ich beim MDR als redaktionelle Mitarbeiterin, Reporterin, Presenterin und seit kurzem auch als Filmautorin tätig. Ich bearbeite unterschiedlichste Themen, von Themen rund um Nachhaltigkeit über aktuelle Ereignisse bis zu gesellschaftlich relevanten Themen wie Sexismus. Unter anderem arbeite ich auch für das Format Kleinstadthelden, bei dem es um kreative Projekte im ländlichen Raum geht.

Was sind für Sie gute Dokus und was mögen Sie daran?

Gute Dokus lehren mich immer etwas Neues, ohne zu belehren. Gute Dokus sind spannend, lebensnah und an ihr Zielpublikum angepasst. Gute Dokus sind so fesselnd, dass ich nicht in Verlegenheit komme, etwas nebenbei zu machen oder wegzuschalten.

Wann und wo schauen Sie Dokus (am liebsten)?

Am liebsten abends Zuhause auf der Couch, wenn ich genügend Zeit habe, mich auf das Thema einzulassen. Manchmal auch, wenn ich unterwegs bin. Und manchmal auch spontan, wenn ich auf ein Thema stoße oder es mir zugeschickt wird.

Welche Doku haben Sie zuletzt gesehen?

»In Gottes Namen« von Dennis Leiffels und Stephan Alfter. Es geht um die Missbrauchsvorwürfe der katholischen Kirche. Eine wie immer wahnsinnig spannend realisierte Recherche von Leiffels. Allerdings ist das Thema teilweise schwer zu verdauen. Im Beschreibungstext zum Film sind deshalb auch Hilfsorganisationen verlinkt.

»In Gottes Namen« im Internet ansehen

Y-Kollektiv: Missbrauch in der katholischen Kirche – Was geschah im Bistum Speyer? // Doku-Empfehlung von ‎Olga Patlan

‎Olga Patlan dazu in unserer Interviewreihe:

»Es geht um die Missbrauchsvorwürfe der katholischen Kirche. Eine wie immer wahnsinnig spannend realisierte Recherche von Leiffels. Allerdings ist das Thema teilweise schwer zu verdauen. Im Beschreibungstext zum Film sind deshalb auch Hilfsorganisationen verlinkt.«

Info dazu:

»Seit Jahren wird über Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche berichtet. Die Enttäuschung über mangelnde Aufklärung ist riesig. Immer mehr Schicksale kommen ans Licht – auch das von Thomas O., der im Bistum Speyer in einem katholischen Kinderheim gelebt hat. Der 63-Jährige berichtet, dass er als Kind tausendfachen Missbrauch erlebt hat, unter anderem von hohen Geistigen, bei Sexpartys mit Politikern und Nonnen, die das ganze gebilligt und vertuscht haben. In Speyer soll es eine Art Zuhälterring für pädophile Priester gegeben haben. Ein Sozialgericht hat O. als glaubwürdig eingeschätzt.«

(45 min)

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#dokuliebe

Welche Doku hat Sie besonders bewegt?

Das ist echt schwer, denn es gibt tatsächlich einfach so viele unfassbar gute Dokus. Ich mag zum Beispiel sehr die Dokus von Terra X, auch Thilo Mischke macht tolle Stücke. Ich mag auch sehr die Reportagen von Y-Kollektiv und Rabiat. Sie sind so nah dran, so echt, so lebensnah und stellen gern unbequeme Fragen. Die Machart, bei der Reporter die Zuschauer auf die Recherche-Reise mitnehmen, mag ich sehr. Das ist einfach sehr authentisch. Am meisten bewegt hat mich in letzter Zeit wohl diese:

»Ungewollt nackt im Netz – Wer demütigt Frauen öffentlich auf Pornoseiten?« im Internet ansehen

Y-Kollektiv: Ungewollt nackt im Netz – Wer demütigt Frauen öffentlich auf Pornoseiten? // Doku-Empfehlung von ‎Olga Patlan

‎Olga Patlan dazu in unserer Interviewreihe:

»Ich mag auch sehr die Reportagen von Y-Kollektiv und Rabiat. Sie sind so nah dran, so echt, so lebensnah und stellen gern unbequeme Fragen. Die Machart, bei der Reporter die Zuschauer auf die Recherche-Reise mitnehmen, mag ich sehr. Das ist einfach sehr authentisch. Am meisten bewegt hat mich in letzter Zeit wohl diese.«

Info dazu:

»Stell Dir vor, deine Fotos landen auf einer Pornoseite und du weißt nichts davon. Fotos, die du bei Instagram hochgeladen hast, Selfies, Fotos im Bikini oder Nacktfotos, die in einer Cloud gespeichert waren. Daneben sieht man eine Kopie deines Personalausweises: Name und Adresse sind öffentlich zu sehen. In den Kommentaren darunter stehen Vergewaltigungsfantasien, sexuell Beleidigungen und Demütigungen. ›Revenge-Porn‹ oder auch ›Non-consensual Porn‹ heißt dieses Phänomen. «

(39 min)

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#dokuliebe

Welche Doku hat Sie zum Staunen oder Lachen gebracht?

Tatsächlich habe ich mir letztens die Dokus über Britney Spears und Paris Hilton angeschaut. Ich fand beide überraschend spannend. Gerade bei Britney Spears wurden mir die Ausmaße der Frauenfeindlichkeit bewusst, die in unserer Gesellschaft teilweise gelebt und nicht erkannt werden. Bei Paris Hilton war es die Frau und ihre Geschichte, die man hinter der Marke Paris nicht ahnt.

»Framing Britney Spears - Die Geschichte hinter #freebritney« im Internet ansehen

Prime Video: Framing Britney Spears – Die Geschichte hinter #freebritney

»Framing Britney Spears wirft einen neuen Blick auf die erfolgreiche Karriere des Popidols. Sie begleitet die Bewegung, die gegen die über sie per Gerichtsbeschluss verhängte Vormundschaft ins Feld zieht und nimmt in diesem Zusammenhang die widerwärtigen Mechanismen der amerikanischen Popstar-Maschinerie in den Fokus.«

komplett anschauen

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#dokuliebe

»This Is Paris« im Internet ansehen

YT-Doku: This Is Paris – Die wahre Geschichte von Paris Hilton // Empfehlung von ‎Olga Patlan

‎Olga Patlan dazu in unserer Interviewreihe:

»Tatsächlich habe ich mir letztens die Dokus über Britney Spears und Paris Hilton angeschaut. Ich fand beide überraschend spannend. Gerade bei Britney Spears wurden mir die Ausmaße der Frauenfeindlichkeit bewusst, die in unserer Gesellschaft teilweise gelebt und nicht erkannt werden. Bei Paris Hilton war es die Frau und ihre Geschichte, die man hinter der Marke Paris nicht ahnt.«

Info dazu:

»Wir dachten, wir kennen Paris Hilton. Wir lagen falsch. Dies ist die unbekannte wahre Geschichte, die die Frau und die Ikone formte, die sie schuf.«

(105 min)

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#dokuliebe

Welche Doku ist schwer anzuschauen, aber wichtig?

»ZEITRAFFER DER ZUKUNFT: Eine Reise ans Ende der Zeit« – eine unfassbar faszinierende Animation über die Zukunft der Erde. Am Anfang total spannend visuell als auch inhaltlich, am Ende übersteigt es die Vorstellungskraft, weil der Film bis zum Tod der Sonne , dem Ende aller Sterne , explodierenden Schwarzen Löchern und zu möglichen neuen Zivilisationen reist. Die Voraussagen basieren auf Aussagen der modernen Wissenschaft.

»ZEITRAFFER DER ZUKUNFT - Eine Reise ans Ende der Zeit« im Internet ansehen

Melodysheep: ZEITRAFFER DER ZUKUNFT – Eine Reise ans Ende der Zeit // Doku-Empfehlung von ‎Olga Patlan

‎Olga Patlan dazu in unserer Interviewreihe:

»Eine unfassbar faszinierende Animation über die Zukunft der Erde. Am Anfang total spannend visuell als auch inhaltlich, am Ende übersteigt es die Vorstellungskraft, weil der Film bis zum Tod der Sonne , dem Ende aller Sterne , explodierenden Schwarzen Löchern und zu möglichen neuen Zivilisationen reist. Die Voraussagen basieren auf Aussagen der modernen Wissenschaft.«

Info dazu:

»Wir beginnen 2019 und reisen exponentiell durch die Zeit, um die Zukunft der Erde, den Tod der Sonne, das Ende aller Sterne, den Protonenzerfall, Zombie-Galaxien, mögliche zukünftige Zivilisationen, explodierende Schwarze Löcher, die Auswirkungen dunkler Energie und alternative Universen zu erleben , das letzte Schicksal des Kosmos – um nur einige zu nennen.«

(30 min)

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Wo finden wir Sie im Internet?

 

Foto (c) Ansgar Schwarz


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