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Five Men And A Caravaggio – Screening & Talk

16. November 2022 / 19:00 bis 21:00

Five Men And A Caravaggio – Screening & Talk

Xiaolu Guo im Gespräch mit Giuliana Kiersz
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Inspiriert von Walter Benjamins Essay „Das Kunstwerk im Zeitalter der mechanischen Reproduktion“, handelt „Five Men And A Caravaggio” von einem chinesischen Kunsthandwerker, der im Dorf Dafen in der Nähe von Shenzhen Caravaggios „Johannes der Täufer“ von Hand reproduziert. Sein Atelier ist sein Zuhause, und seine Familie beteiligt sich in unterschiedlicher Weise an der handwerklichen Reproduktion westlicher Kunst für westliche Käufer*innen.

In London enthüllt ein schweizerisch-italienischer Dichter die Kopie des chinesischen Malers, die er zum 40. Geburtstag geschenkt bekommen hat. Der Dichter sieht in dem Werk ein jugendliches Abbild seiner selbst, befürchtet aber, dass die Kopie nicht das wahre Wesen des Originals einfängt. Sein philosophischer Freund, ein ehemaliger Amateurmaler, meint, er könne die Kopie neu malen. Der Film folgt dem Dichter und dem Philosophen, der die Kopie neu malt, und zwei weiteren Freunden, einem eritreischen Schriftsteller, der jede Religion verschmäht, sich aber nach künstlerischer Erlösung sehnt, sowie einem französischen Fotografen, dessen nackte Selbstporträts in der Wildnis an das Meisterwerk von Caravaggio erinnern. Jeder der Freunde hat irgendeine Verbindung zu dem Gemälde und dessen Themen der Wildnis und der Wanderschaft.

Parallel zu den Ereignissen in London wird das Leben der chinesischen Handwerkerfamilie in Shenzhen geschildert, die „Johannes der Täufer“ reproduziert und von einem besseren Leben träumt.

Im Anschluss an die Filmvorführung spricht die Regisseurin mit Giuliana Kiersz über die Arbeit an „Five Men And A Caravaggio”.

Xiaolu Guo ist die aktuelle Samuel Fischer Gastprofessorin am Peter-Szondi-Institut der Freien Universität Berlin. Sie wurde 1973 in China geboren und studierte an der Filmakademie in Beijing. Nachdem sie mehrere Bücher auf Chinesisch veröffentlicht hatte, zog sie 2002 nach London und schreibt seither auf Englisch. Ihr jüngster Roman ist „A Lover’s Discourse“ (die deutsche Übersetzung „Eine Sprache der Liebe“ erschien im Oktober 2022) und ihr bekanntester Film ist „She, A Chinese“, der beim Locarno Film Festival 2009 mit dem Goldenen Leoparden ausgezeichnet wurde.

Giuliana Kiersz ist Schriftstellerin, Theaterautorin und Künstlerin. Sie wurde 1991 in Argentinien geboren und lebt derzeit in Berlin. Ihre Stücke wurden mit dem X. Deutschen Rozenmacher-Preis, dem dritten Preis des 15. Nationalen Dramaturgie-Wettbewerbs und den Übersetzungspreisen von Maison Antoine Vitez in den Jahren 2020 und 2021 ausgezeichnet. Ihre Texte wurden ins Englische, Deutsche, Französische, Portugiesische und Tsosil übersetzt und von Rara Avis Editorial, Libros del Rojas, Fondo Editorial ENSAD, Editorial INTeatro, Espejo Somos, Libros Drama und Solitude Editions / Archive Books veröffentlicht.

Die Filmausstrahlung ist in englischer und chinesischer Sprache mit englischen Untertiteln. Das Gespräch wird in englischer Sprache geführt.


Speaker*innen / Akteur*innen:
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Location / Ort

Kino Central
Rosenthaler Str. 39
10178 Berlin
Deutschland
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