Christina Cassala: Mit Helge Denker habe ich den Buch-Podcast »Buchstapelei« ins Leben gerufen

Die zehn Fragen dieser Interviewreihe werden von interessanten Podcast-Köpfen beantwortet, die sich beruflich oder privat in besonderer Weise mit Podcasting beschäftigen. Dadurch entstehen Beiträge, die Aufmerksamkeit auf die Menschen hinter den Mikros lenken und die zudem unserem Anliegen folgen, echte Podcast-Perlen zu empfehlen.

Wer sind Sie und was machen Sie?

Christina Cassala

Ich heiße Christina Cassala und bin Journalistin, ebenso wie mein Mit-Podcaster Helge Denker. Wir beide haben den Buch-Podcast »Buchstapelei – von Lesern für Leser« ins Leben gerufen. Helge und ich kennen uns seit vielen Jahren über unseren Beruf. Während ich vor allem über Finanz- und Wirtschaftsthemen schreibe, ist Helge Experte für digitale Technik. Durch meinen Job bin ich zum Podcasten gekommen. In einem der beiden Podcasts, die ich für meinen Arbeitgeber aufnehme, interviewe ich beispielsweise führende Köpfe der Finanzszene. Mein »ask me anything« ist also so etwas wie ein Personality-Format der Branche.

Christina Cassala: Mit Helge Denker habe ich den Buch-Podcast »Buchstapelei« ins Leben gerufen

Was sind für Sie gute Podcasts und was mögen Sie daran?

Ein Podcast ist für mich immer dann gut, wenn der oder die PodcasterIn für ihr Thema brennt. Authentizität ist enorm wichtig, um jemanden begeistert, gebannt, erstaunt oder angerührt zuzuhören. Für trockene Themen lese ich persönlich immer lieber noch ein Buch. Außerdem ist mir die Stimme total wichtig, um am Ball zu bleiben!

Wann und wo hören Sie Podcasts (am liebsten)?

Fairerweise muss ich sagen, dass ich privat gar nicht so viele Podcasts gehört habe, da ich nach wie vor immer noch sehr gerne Wort-Radio höre – und das eigentlich zu jeder Zeit. Es gibt auf einigen Sendern ein hervorragendes Programm. Aber natürlich höre ich immer wieder auch in beliebte Podcasts von den Kollegen der ZEIT und von DLF Kultur rein.

Haben Sie einen eigenen Podcast und wenn ja, worum geht’s?

Um Bücher! Um gute Bücher, schlechte Bücher und Bücher, die man angeblich gelesen haben muss! Entstanden ist diese Idee, weil Helge und ich beide Kinder im »Schulbuch-Alter« haben. Helge schickte mir eines Tages eine Liste mit Büchern, die »man bis zu seinem 18. Lebensjahr gelesen haben muss« und bat um Ergänzungen. Die Liste ist aus unserer Sicht weit davon entfernt, vollständig zu sein. Unsere Kinder hingegen rollen nur mit den Augen.

Das Konzept von »Buchstapelei« sieht vor, einen solchen Klassiker nochmal zu lesen, eine Neuerscheinung bzw. ein Buch, das uns in den letzten Monaten ins Auge gefallen ist und je ein Buch, das reif für die Bücherbank, also zum Weggeben ist. Damit haben wir uns vielleicht ein Ei gelegt, denn normalerweise legen wir schlechte Bücher nach 50 Seiten weg!

Welche Technik und Tools nutzen Sie zum Hören und/oder Produzieren von Podcasts?

Wir zeichnen (noch) mit einem Zoom H4n Pro auf und nutzen das Miktek ProCast Mio. Unsere Intro-Musik haben wir bei Shutterstock gekauft. Für die perfekte Mischung sorgt ein befreundeter Kollege, der Spaß am Schneiden hat und sich durch uns wieder mehr für Bücher interessiert. Hochgeladen wird der fertige Podcast über Anchor, das gehört zu Spotify. Das geht sehr einfach. Hier bekommt man auch eine aktuelle Übersicht über Plays und Hörerzahlen.

Welchen Podcast haben Sie zuletzt gehört?

Ich habe zuletzt den Podcast von »Female Future Finance« gehört. Den unterhalten zwei Frauen aus der Finanzbranche, die Frauen interviewen. Das ist insofern interessant, als dass es hierbei einmal nicht um die klassischen Frauenfragen geht, sondern um hartes Business, mit einem weiblichen Blick. Es ist ein noch recht junger Podcast, aber der Ansatz gefällt mir!

Christina Cassala: Mit Helge Denker habe ich den Buch-Podcast »Buchstapelei« ins Leben gerufen

Helge hört im Moment sehr gern »Narzissen und Kakteen« von der Band »Element of Crime«. Der Bandleader Sven Regener (»Herr Lehmann«) ist ein begnadeter Erzähler. Zu jedem Album gibt es eine Folge. Die sind sensationell gut und lohnen sich für alle, die sich für Musik interessieren. Früher hat er Musiksendungen im Radio gehört, über Jazz-Rock, John Lennon oder Bob Dylan.

Christina Cassala: Mit Helge Denker habe ich den Buch-Podcast »Buchstapelei« ins Leben gerufen

Welcher Podcast hat Sie besonders bewegt?

Helge liebt »Zeit Verbrechen«, er hat alle Folgen gehört, die Hefte gekauft und war auch bei einer Live-Diskussion mit Sabine Rückert in Hamburg, bei der es um Podcasts ging.

Christina Cassala: Mit Helge Denker habe ich den Buch-Podcast »Buchstapelei« ins Leben gerufen

Welcher Podcast hat Sie zum Staunen oder Lachen gebracht?

Der Zukunfts-Podcast der Tagesschau, die haben immer tolle Themen und fragen sich: Was wäre wenn? Zum Beispiel: Wenn Deutschland aus der EU austreten würde. Lohnt sich immer und ist nie zu lang!

Christina Cassala: Mit Helge Denker habe ich den Buch-Podcast »Buchstapelei« ins Leben gerufen

Welcher Podcast ist schwer anzuhören, aber wichtig?

GEO Epoche hat einen historischen Podcast, »Verbrechen der Vergangenheit«, der ist etwas lang und weilig, bringt aber tolle Hintergrundinfos. Zum Beispiel über Stalins Vergangenheit als Kleinkrimineller.

Christina Cassala: Mit Helge Denker habe ich den Buch-Podcast »Buchstapelei« ins Leben gerufen

Wo finden wir Sie im Internet?

Wir planen eine Landingpage für »Buchstapelei« mit Buchempfehlungen, die ist aber noch nicht fertig. Im Moment ist der Podcast bei Spotify, Anchor, Google Podcast und Apple Podcast abrufbar. Wir freuen uns über Feedback und Vorschläge, welche Bücher wir als nächstes lesen sollen!

 

Foto (c) privat


Anzeige (falls eingeblendet)

Kommentar schreiben