Werbung sollte Content sein

Werbung verbinden wir meist mit etwas, das uns eher belästigt als bereichert. Daher meiden wir sie und daher gibt es auch das Gebot der Trennung von Werbung und Inhalten in den Medien. Werbung hat daher seit langem das Problem, überhaupt wahrgenommen zu werden. Umso mehr, da die Medienkanäle immer stärker von uns allen kontrolliert werden, sodass wir uns bspw. eine Fernsehwerbung nicht mehr zwingend anschauen müssen, um den dort gezeigten Content zu sehen.

Werbung kann aber auch einen echten Mehrwert bieten. Google ist das beste Beispiel dafür. Wenn wir ohnehin nach bestimmten Informationen suchen, kann die Bereitstellung dazu passender Quellen eine sinnvolle Dienstleistung sein.

Der Trend geht also dahin, dass Werbung derart auf uns zugeschnitten wird, dass wir sie sehen wollen oder sie zumindest nicht ignorieren. Stichworte sind hier u.a. Targeting, Personalisierung, Kontext und Standortbezogenheit. Ebenso wichtig ist es, gute Geschichten zu erzählen. Werbung muss also so wertvoll für uns werden, dass wir sie als Content wahrnehmen.

Ein Beispiel für eine solche sehr ansprechende Werbung von Johnnie Walker habe ich bei Matthias Schwenk gefunden (6:30 min.):

 

Es gibt aber auch Werbung, die nicht als solche daher kommt bzw. sich anders nennt. Ein gutes Beispiel dafür sind Pressemitteilungen, die ebenfalls immer weniger wahrgenommen werden. Auch hier sind jene Unternehmen erfolgreicher, die ihre Botschaften in eine gute Geschichte verpacken, die sie auf Augenhöhe so faszinierend erzählen, dass die anderen gern zuhören. Warum? Gary Vaynerchuk hat es sehenswert erklärt (3 min.):

Bild: gleonhard (CC-Lizenz)