Fulgurator: Foto-Manipulation 2.0

Fotos in den Medien wurden aus den verschiedensten Gründen schon immer gern manipuliert. Heute kann man sich ein beliebiges Hochglanzmagazin kaufen und unzählige manipulierte Bilder betrachten. Doch es gibt auch indirekte Foto-Manipulation. Diese macht Julius von Bismarck mit seinem so genannten Fulgurator möglich.

Fulgur kommt aus dem Lateinischen und heißt Blitz, Fulgurator heißt Blitzschleuderer. Das deutet auch schon an, wie der Fulgurator funktioniert – ähnlich wie eine Kamera. Allerdings schießt er keine Fotos, sondern projeziert in dem Moment, da andere ein Blitzlicht auslösen, für den Bruchteil einer Sekunde ein vorher festgelegtes Bild auf das Objekt der Wahl. Dieses erscheint dann auf den Fotografien der anderen. Indem von Bismarck die Wirklichkeit nur einen Moment lang verändert, bewirkt er dennoch, dass sie in dieser Form fixiert wird. Geniale Idee, für die der Künstler 2008 auch einen Preis auf der Prix Ars Electronica gewonnen hat.

Dieser TV-Beitrag (6 min.) aus dem letzten Jahr zeigt, worum es geht:

via: blogsprache.de