Denis Dutton: Warum wir Leute wertschätzen, die ihr Handwerk verstehen

TED collaborates with animator Andrew Park to illustrate Denis Dutton’s provocative theory on beauty — that art, music and other beautiful things, far from being simply „in the eye of the beholder,“ are a core part of human nature with deep evolutionary origins.

Video (15 min.):

via: O’Reilly Radar, TED

2 comments

  1. erz says:

    Oh. Mein. Gott.
    Während ich die visuelle Präsentation des Themas bewundert habe, konnte ich trotzdem nicht umhin, meine Kinnlade wieder vom Tisch aufzusammeln, weil der Inhalt so unglaublich ist, dass ich beginne zu verstehen, warum Geisteswissenschaftler von manchen Naturwissenschaftlern rundheraus als Nichtwissenschaftler diffamiert werden. Wenn so ein hanebüchener Quatsch, den Herr Dutton sich da aus Vorurteilen, eklatanter Inkompetenz und Populärdarwinismus zusammenstrickt den peer review übersteht und der Mann mit seiner verschwurbelten Vorstellung von Kultur auch noch unschuldige Studenten verblöden darf, dann ist das ganze Fach, dessen Kollegen ihm so etwas durchgehen lassen, verseucht.

    Spätestens ab der Aussage „wenn wir wissen wollen, wie die Kultur unserer Vorfahren aussah, schauen wir uns die „überlebenden“ (sic!) Jäger und Sammlerstämme an“ wird offensichtlich, dass Dutton nicht an Wissenschaft interessiert ist und fraglich, ob er mal für zwei Minuten nachdenkt. Heutige Jäger und Sammlergesellschaften sollen also die letzten 40.000 Jahre damit verbracht haben, kulturell genau NICHTS zu entwickeln? Alle heutigen Gesellschaften dieser Art haben die gleiche, aus der Steinzeit konservierte Kultur?? Alter Schwede, sie nutzen noch nicht einmal alle das verdammte gleiche Jagdwerkzeug, es soll Stämme geben, die nicht mit Pfeil und Bogen sondern mit dem Blasrohr durch den Dschungel ziehen.

    Natürlich sagt Herr Dutton einige plausible und vermutlich richtige Dinge über unser ästhetisches Empfinden. Aber wenn er seine küchendarwinistische Version einer evolutionspsychologisierten Ästhetiktheorie als Grundlage seiner Erkenntnis verkauft, bin ich geneigt, ihm gar nichts mehr zu glauben.

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