Über das erfolgreiche Geschäftsmodell der Abmahnung

Bei Internet-Geschäftsmodell-Diskussionen bleibt oft unerwähnt, dass sich ein sehr einträgliches Geschäftsmodell bereits fest etabliert hat: das Verschicken von Abmahnungen. Der unten zu sehende MDR-Beitrag aus dem März 2011 beleuchtet dieses Geschäftsmodell und erklärt, wie leicht es geht und dass kein Normal-Nutzer davor geschützt ist – unabhängig vom Surfverhalten. Wenn man aber Abmahnungen verschickt – egal ob berechtigt oder nicht – zahlt ein gewisser Prozentsatz der Beschuldigten immer. Das macht es so lukrativ.

Wer für eine positive Wahrnehmung des Internets in Deutschland sorgen wollte, müsste gerade auch an dieser Stelle ansetzen. Hier werden viele Durchschnittsnutzer verschreckt, die es ja eigentlich für die Chancen der digitalen Welt zu begeistert hieße. Zudem führt der Abmahn-Wahn zwangsläufig zu einer negativeren Einstellung gegenüber dem gesamten Urheberrecht, was dann auch dort schadet, wo das Urheberrecht sehr sinnvoll ist. Vielleicht sollte man mal einen Internet-Pranger einrichten, wo diejenigen aufgeführt werden und recherchierbar sind, die abmahnen oder abmahnen lassen. Speziell im Medienbereich könnte man dann bspw. zumindest mit Liebes- also Link-Entzug antworten …

(Video, 15 min.)

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