Woran erkennt man den Medienwandel? – IKEA optimiert sein BILLY-Bücherregal für „Nonbooks“

The Economist berichtet:

TO SEE how profoundly the book business is changing, watch the shelves. Next month IKEA will introduce a new, deeper version of its ubiquitous “BILLY” bookcase. The flat-pack furniture giant is already promoting glass doors for its bookshelves. The firm reckons customers will increasingly use them for ornaments, tchotchkes and the odd coffee-table tome—anything, that is, except books that are actually read.

Na, das ist doch viel aussagekräftiger als irgendwelche Prognosen irgendwelcher Experten …

Zur Info: Als Nonbook bezeichnet der Buchhändler alle Waren, die kein Buch sind. Die Warengruppe unterliegt nicht der Buchpreisbindung und wird auch nicht mit dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 7%, sondern mit 19% versteuert.

via: The Centered Librarian

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  • Rml

    Sehr hübsche Beobachtung ….

    • Günter Born

      … die aber irgendwie am Ziel vorbei geht – wie Helen Ragnarsdottir anmerkt.

      Die obige IKEA-Info sagt nur, dass die Käufer der Billy-Regale diese offenbar nicht vorwiegend zur Aufbewahrung von Büchern verwenden. Kann man fragen, ob das der „Medienwandel“ ist. Wäre aber imho klug, vorher zu untersuchen, wie groß die Zielgruppe der Billy-Käufer ist und wie sich diese mit der Zielgruppe der Medienkonsumenten deckt. Nur eine persönliche Anmerkung: Zu meiner IKEA-Zeit habe ich nie ein Billy als Bücherregal gekauft – es war einfach simpel ein Regal (und von der Stabilität keinesfalls zum Einlagern größerer Bücherbestände geeignet). Hab jetzt mal spasseshalber nachgeschaut –  das Teil würde ich auch eher für Nonbook-Sachen a la Plüschtiere und so verwenden, als meine Bücher drin unterzubringen ;-).

      • „und von der Stabilität keinesfalls zum Einlagern größerer Bücherbestände geeignet“

        Das kann ich bestätigen :)

  • Pingback: Ikea passt Buchregale an Rückgang des Printbuchkonsums an()

  • Pingback: Too much information - Papierkorb - Lesezeichen()

  • Helen Ragnarsdottir

    Auch Dir Leander: Es ist eben nicht aussagekräftigt. IKEA dementiert Deine Behauptung ausdrücklich. Es geht um einen Einrichtungstrend, den es nicht erst seit kurzem gibt. Auch die Regalvarianten sind alt. 

  • Helen Ragnarsdottir

    Auch Dir Leander: Es ist eben nicht aussagekräftigt. IKEA dementiert Deine Behauptung ausdrücklich. Es geht um einen Einrichtungstrend, den es nicht erst seit kurzem gibt. Auch die Regalvarianten sind alt.