Der Buchbranche tut es gut, dass auch mal ein Verleger das Offensichtliche öffentlich feststellt

Der künftige Verleger des hochrenommierten Hanser VerlagesJo Lendlestellt in einer Rede das seit Jahren Offensichtliche fest, was aber ob seiner Position die Branche aufhorchen lässt, was wiederum aktuell zu eifrigen Reaktionen führt:

»Institutionen versuchen das Problem zu bewahren, für das sie die Lösung sind.«
Als Autor neige ich zu der Einschätzung, das treffe auch auf Verlage zu. Als Verleger weise ich die Idee weit von mir.

Der heutige Verlag wird kein Verlag von morgen.

(…)

Fazit: Verlage sind schon heute definitiv nicht mehr nötig. Autoren können ab sofort auswählen – und dabei womöglich die Vorteile der Arbeitsteilung erkennen. Verlage verlieren durch diese Wahlmöglichkeit ihr Türhütermonopol und werden zu Edel-Dienstleistern. Wir werden uns anstrengen müssen.

One comment

  1. Antje Hellmann says:

    Ach ich glaube, viele Verlage haben gar kein Problem damit, zum Edeldienstleister für alle möglichen Autoren zu werden, ihr Marketing, Herstellungs- und Vertriebswissen anzubieten. Da Autoren ihr Geschäftsrisiko aber gerne auslagern, ist dieser schon existierende Zweig der Verlagsbranche ziemlich verpönt und es werden sogar schwarze Listen angelegt .

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