Henriette Frädrich: Ich bin Gründerin und Initiatorin des »Geile Uschi Kongress«

Wir mögen Menschen, die Menschen zusammenbringen. Deshalb stellen wir sie in unserer Menschenvernetzer*innen-Interviewreihe regelmäßig hier im Blog vor. So entstehen Beiträge, die Aufmerksamkeit auf jene lenken, die sonst andere auf die Bühne heben, und die zeigen, wie Gemeinschaft heute in den unterschiedlichsten Kontexten erfolgreich gelebt werden kann.

Wer sind Sie und wie bringen Sie Menschen zusammen?

Henriette Frädrich: Ich bin Gründerin und Initiatorin des »Geile Uschi Kongress«

Henriette Frädrich: Ich bin Gründerin und Initiatorin des »Geile Uschi Kongress«Ich bin Henriette Frädrich, Vortragsrednerin und Autorin – und die Gründerin und Initiatorin des »Geile Uschi Kongress«. Mit dem GUK bringe ich Menschen zusammen, vor allem Frauen, die keine Lust haben auf das ganze »Empowerment-Gedöns«, sondern die Lust haben, von coolen, modernen Rolemodels zu lernen und sich von ihnen inspirieren zu lassen. Rund um das Event »Geile Uschi Kongress« entsteht seit April 2019 Stück für Stück das »Uschiversum« mit einer großartigen, highly involved und stetig wachsenden Community sowie hochwertig und professionell produziertem Content (Blog-Artikel, Podcasts, Videos), coolen Muss-ich-haben-Statement-Produkten und, wenn es die globale Lage wieder zulässt, auch wieder ganz besonderen Uschi-Events. Alles hergestellt mit Herz, Hirn, Humor, Boom, Bähm, Crazyness – dem ganz besonderen »Uschi-Spirit«.

Was bedeutet für Sie Community bzw. Gemeinschaft?

Für mich bedeutet das vor allem, verschiedene Menschen mit ihren unterschiedlichen Geschichten zusammen zu bringen, voneinander zu lernen, sich gegenseitig zu unterstützen, sich inspirieren zu lassen. Aber es bedeutet auch, einfach eine coole Zeit miteinander zu haben, Spaß, Freude, Austausch.

Welche Menschen haben Sie zuletzt so richtig begeistert und warum?

Mich faszinieren immer wieder Menschen, die für ihre Sache kämpfen und die mit guten Absichten gute Dinge tun. Oft kenne ich die Menschen – leider – nicht persönlich. Aber ich lese ihre Bücher oder lese Artikel über sie. Zuletzt sind das z.B. gewesen der Autor Harald Welzer mit seinem Buch »Alles könnte anders sein« oder der Autor Rutger Bregman mit seinem Buch »Im Grunde gut«. Völlig fasziniert hat mich auch Schauspieler Matthew McConaughey mit seinem Buch »Green Lights«. Mich begeistert auch die brand-eins-Macherin Gabriele Fischer. Die Ökonomin Maja Göpel. Die Wissenschaftlerin Mai Thi Nguyen-Kim. Die legendäre Ruth Bader Ginsburg. Die Premierministerin von Neuseeland, Jacinda Adern. Ach, es gibt so viele tolle Menschen, die begeistern und inspirieren, wir schreiben über diese Persönlichkeiten auch regelmäßig bei uns im Uschi-Blog.

Welcher ist Ihr liebster Begegnungsraum und warum?

Mein liebster Begegnungsraum ist eine lange Tafel in einer coolen Location, alle sitzen am Tisch zusammen, es gibt leckeres Essen und leckere Drinks und alle quatschen stundenlang wild durcheinander und miteinander. Das liebe ich.

Welches Community-Format hat Sie zuletzt so richtig begeistert und warum?

Was ich toll finde, sind Supper-Clubs. Wildfremde Menschen treffen sich in einer coolen Location und bekommen ein tolles Essen serviert. Sie lernen sich kennen, quatschen, haben einen tollen Abend zusammen. Oder aber die berühmten »Conversation Dinner« vom britischen Historiker und Philosophen Theodore Zeldin. Bei letzterem habe ich bisher noch nicht teilgenommen, leider, aber ich habe im Zeit Wissen Magazin darüber gelesen und war völlig hin und weg und fasziniert. Wildfremde Menschen treffen sich zum Essen und bekommen vorgefertigte Fragen, die sie dann beantworten müssen. Klingt unspektakulär, aber die Fragen, die geheim sind, haben es in sich, und die sich fremden Menschen entwickeln in kürzester Zeit eine richtig gute Beziehung zueinander.

Welche Community-Formate gibt es noch zu wenig?

Nachbarschafts-Communities in Städten.

Wie messen Sie den Erfolg von Begegnungsformaten und wie könnte das noch besser gelingen?

Der Soziologe Hartmut Rosa hat ein spannendes Buch mit dem Titel »Unverfügbarkeit« geschrieben. Denn Dinge, die uns wirklich berühren und bewegen, kann man nicht planen, also nicht verfügbar machen. Dazu gehören Begegnungen. Man kann das Berührt-oder-Inspiriert-Werden nicht planen. Das passiert. Oder eben auch nicht. Deshalb ist es wichtig, neugierig und offen Communities zu gestalten und mit Freude und Spaß dabei zu sein. Einen »Erfolg« zu planen macht das ganze nur angestrengt und krampfig.

Was ist ein Problem, für das Sie eine Lösung suchen?

Die Menschen zu überzeugen, dass es sich lohnt und viel cooler ist, mit guten Absichten gute Dinge zu tun und an das Gute im Menschen zu glauben.

Wer sollte Sie ggf. kontaktieren? Welche Art von Kontakten wäre hilfreich?

Für die »geilen Uschis« wünsche ich mir in der Tat mehr Sichtbarkeit in den Medien, ob in Magazinen, Zeitungen, Online, Podcasts oder TV/Streaming. Hier freue ich mich auf Anfragen von Redaktionen.

Wo finden wir Sie im Internet?

 

Foto (c) privat


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