Wer sind Sie und wie bringen Sie Menschen zusammen?

Das sind auch die Bereiche, in denen ich bzw. wir die meisten Menschen zusammenbringen. Wir veranstalten in ganz Deutschland Workshops, Konferenzen, Learning Journeys und Innovation Camps zu Themen der Kultur- und Kreativwirtschaft. Dort begegnen Menschen einander, die sich ohne diese Plattform wahrscheinlich nicht getroffen hätten und die auf den ersten Blick vielleicht auch gar nicht zusammen zu passen scheinen. Daraus entstehen dann oftmals die interessantesten Verbindungen und wirklich tolle Projekte. So haben wir z.B. die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin für eine Company Residency mit einem 3-D-Künstler von The Constitute zusammengebracht oder vier Kreativunternehmer*innen aus unserem Fellows-Netzwerk mit der Stadt Heidelberg. Die haben vor Ort ein Amt für unlösbare Aufgaben eingerichtet, aus dem eine stetige Zusammenarbeit mit dem dortigen Referat entstanden ist.
Was bedeutet für Sie Community bzw. Gemeinschaft?

Welche Veranstaltung hat Sie zuletzt so richtig begeistert?
Generell gefallen mir Formate, bei denen die Form zum Inhalt passt. Außerdem springt bei mir der Funke über, wenn in einer Veranstaltung diejenigen zu Wort kommen, um die es geht. Das hört sich so selbstverständlich an, kommt aber viel seltener vor, als man denkt. Die gute Mischung macht‘s.

Welche Sprecherinnen*, Moderatorinnen* oder Künstlerinnen* haben Sie zuletzt so richtig begeistert?
Es gibt viele spannende Künstler, Moderatoren und Speaker, die weniger im Rampenlicht stehen, deren Arbeit aber sehr viel Impact hat. Da fallen mir spontan Daniel Kerber mit morethanshelters ein oder Christian Zöllner und Julian Adenauer von The Constitute, einem 3-D-Atelier in Berlin, die alle sehr interessante Schnittstellen-Projekte durchführen. Außerdem der Gamedesigner Christoph Brosius, der ein begnadeter Moderator ist, und als Speaker für unser Thema auch nach über 10 Jahren immer wieder: Christoph Backes.
Welcher ist Ihr liebster Veranstaltungsraum/-ort?

Welche Event- oder Begegnungsformate gibt es noch zu wenig?
Ich würde sehr gerne selbst noch mehr Pop-up-Plattformen schaffen. Außerdem finde ich die richtige Inszenierung eines Events sehr wichtig. Das fehlt vielen Veranstaltungen noch.
Für die aktuell relevanten Fragestellungen wie digitaler Wandel, New Work usw. benötigen wir mehr Innovation Camps und Labore, in denen Unternehmen, Experten und alle, die sich dafür interessieren, zusammenkommen und gemeinsam auf Augenhöhe an neuen Lösungsansätzen arbeiten können. Also mehr Orte, an denen Menschen auf andere treffen, denen sie sonst nicht begegnet wären, und mit ihnen ins Arbeiten kommen.
Wie messen Sie den Erfolg von Veranstaltungen und wie könnte das noch besser gelingen?
Die Wertschöpfungsfrage und wie man den Mehrwert von Veranstaltungen hart nachweisen kann, ist eine spannende Frage, mit der wir uns gerade auch sehr beschäftigen. Den Wert einer Veranstaltung kann man nicht wirklich mit herkömmlichen Mitteln wie Besucher*innenzahlen oder Promifaktor bemessen. Eine Veranstaltung kann für ihre Teilnehmer*innen sehr unterschiedlichen Mehrwert schaffen. Aber sie gelingt zumindest dann, wenn alle Beteiligten das Gefühl haben, etwas mitzunehmen.
Wer sollte Sie ggf. kontaktieren? Welche Art von Kontakten wäre hilfreich?
Oh, das ist eine spannende Frage. Wieviel Platz habe ich?
Kurz gesagt: Kontaktieren sollten mich alle diejenigen, die Interesse an einem Austausch an Schnittstellen zu anderen Branchen haben und die neue Impulse für ihre Unternehmens- oder Organisationsentwicklung suchen. Leute, die inspirierende Menschen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft treffen möchten oder die einen tollen Raum zur Verfügung haben und jemanden suchen, der ihn mit innovativen Ideen füllt.
Spannend sind vielfach aber auch ganz unerwartete, nicht zielgerichtete Kontakte.
Wo finden wir Sie im Internet?
- www.u-institut.de
- www.kreativ-bund.de
- www.kultur-kreativpiloten.de
- www.ideenstark.de
- future-impact-maker.eu
Außerdem noch auf Facebook, Instagram, Twitter und LinkedIn
/kreativ_bund bzw. bei Facebook /KompetenzzentrumKulturKreativWirtschaft
/kreativpiloten
/u-institut
Und zu guter Letzt: Wem sollten wir diese Fragen auch mal stellen – wer ist aus Ihrer Sicht eine großartige Menschenvernetzerin*?
Da möchte ich gerne zwei, mir sehr am Herzen liegende Menschenvernetzerinnen* nennen:


Beides tolle Gesprächspartner und Vernetzerinnen*.
Fotos: William Veder
* Männer sind mitgemeint




One comment