Wer sind Sie und wie bringen Sie Menschen zusammen?

Was bedeutet für Sie Community bzw. Gemeinschaft?
Community hat in der Startup-Szene noch einmal eine ganz eigene Bedeutung. Für Startups ist alles so neu, nicht nur das Produkt, sondern für die meisten eben auch der Prozess der Unternehmensgründung selbst. Deshalb ist in dieser Szene fest etabliert, dass man sich hilft zum Beispiel über Intros: Einem Kontakt von mir jemanden vorstellen, den er noch nicht kennt, ich aber schon und für den ich ein Stück weit bürgen kann. Unter Startups denkt man immer mit, wer gerade etwas davon haben kann, mit meinem Gegenüber auch zu sprechen. Das funktioniert bei Startups untereinander, aber vor allem auch in Richtung Kunden und Investoren – und schafft ein schnell wachsendes Netzwerk und Gemeinschaftsgefühl.
Welche Veranstaltung hat Sie zuletzt so richtig begeistert?

Welche Sprecherinnen*, Moderatorinnen* oder Künstlerinnen* haben Sie zuletzt so richtig begeistert?

Mehr im Hier und Jetzt, aber nicht weniger inspirierend, ist Kim Svendsen, der Director des Stibo Accelerators in Dänemark. Er schafft es, die großartigsten Bilder zu finden für die Dinge rund um Innovationskultur und die Zusammenarbeit mit Studenten und Startups.
Welcher ist Ihr liebster Veranstaltungsraum/-ort?
Beim Ort bin ich pragmatisch, er muss vor allem zum Gefühl des Events passen. Ich hatte schon tolle Medien-Sommerpartys in Innenhöfen mit Rasenflächen und super Konferenzen in modernen Hotels. Schwierig wird es aber immer, wenn es gerade in Konferenzsälen kein natürliches Licht und Fenster gibt. Das schafft einfach eine komische Stimmung, gibt es aber leider relativ häufig.
Welche Event- oder Begegnungsformate gibt es noch zu wenig?
Nischenformate. Themencamps, die einfach mal 15-20 kluge Leute aus demselben Sektor zusammenbringen und schauen, was entsteht. Sobald du kluge Leute im Raum hast, die grundsätzlich Macher sind, wird etwas entstehen, da muss man manchmal gar nicht so viel steuern, sondern nur den Raum für Austausch schaffen.
Wie messen Sie den Erfolg von Veranstaltungen und wie könnte das noch besser gelingen?
Es sind ja immer drei Faktoren. 1. Wie viele Leute sind da? Ist es die Zahl, die ich mir gewünscht habe für die Veranstaltung und den Rahmen? 2. Sind die richtigen Leute da? Die, die ich ansprechen wollte? 3. Wie gewinnbringend ist diese Veranstaltung für die Menschen? Haben sich alle genug zu ähnlichen Themen zu sagen und bringen trotzdem neue Aspekte mit hinein? Nummer 1 kann ich über Zahlen messen, bei 2 und 3 wird’s schon schwieriger. Ich höre immer sehr sensibel hin, wie die Gespräche auf unseren Veranstaltungen laufen und was später an Feedback kommt.
Wer sollte Sie ggf. kontaktieren? Welche Art von Kontakten wäre hilfreich?
Wir suchen immer jegliche Arten von Menschen, die Innovation in den Medien voranbringen möchten. Ob als Gründer, als Mitarbeiter im Unternehmen oder als Chef, der sein Medienunternehmen innovativer machen möchte. Wir geben uns dann größte Mühe, euch gut zu vernetzen. 🙂
Wo finden wir Sie im Internet?
Im Zweifelsfall auf Twitter unter @Luisante – oder auch einfach per Mail: lina@media-lab.de.
Und zu guter Letzt: Wem sollten wir diese Fragen auch mal stellen – wer ist aus Ihrer Sicht eine großartige Menschenvernetzerin*?

Fotos: David Pierce-Brill
* Männer sind mitgemeint




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