Wer sind Sie und was machen Sie?
Ich bin Autorin und Regisseurin, drehe Dokumentarfilme und Doku-Serien zum Beispiel für die ARD.
Worum geht es in Ihrer Doku?
Der Film erzählt von drei Menschen, die Videospiele lieben und voller Hoffnung und Träume in die Industrie sind und dort leider furchtbare Geschichten erleben. Es geht unter anderem um Machtmissbrauch, Depression und Arbeiten bis zur Erschöpfung. Und es geht um eine Industrie, die systematisch ausbeutet. Der Titel der Doku »Crunch« ist ein etablierter Begriff aus der Videospielindustrie, so wird vor allem die Schlussphase einer Entwicklung genannt, in der die Entwickler:innen Tag und Nacht durcharbeiten – und das über Wochen und Monate hinweg.
Warum sollten wir uns Ihre Doku anschauen?
Die Videospielbranche ist eine riesige internationale Industrie mit Milliarden Umsätzen, aber trotzdem irgendwie ein Blindspot. Dabei gibt es dort zum Teil schwierige ausbeuterische Arbeitsbedingungen. Gleichzeitig gilt ein Job in einem Spielestudio als kreativer Traum. Videospiele machen Spaß, sind künstlerisch und aufwendig. Doch die Leidenschaft, die Menschen dafür aufbringen, wird oft ausgenutzt. Diesen Kontrast zwischen Traum und Albtraum haben wir versucht einzufangen. Ich denke, der Film ist emotional und informativ und gleichzeitig unterhaltsam.
Welche Doku von anderen Filmschaffenden sollten wir uns ansehen und warum?
Ich nenne gerne zwei: der Dokumentarfilm »Für Immer« von Pia Lenz hat mich zu Tränen gerührt und obwohl ich nichts von Basketball verstehe, haben mich »The Wagner Brothers« im ZDF sehr gefesselt.
Wo finden wir Sie im Internet?
Auf meiner Website: www.mariskalief.de. Dort sind all meine Filme zu finden. Ansonsten ganz einfach über die Google-Suche.
Foto (c) Mariska Lief



