Pinguine prostituieren sich für schwer zu beschaffene Steine, mit denen sie ihr Nest bauen

Pinguine prostituieren sich für schwer zu beschaffene Steine, mit denen sie ihr Nest bauen

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»Auch auf der vor dem antarktischen Festland gelegenen Ross-Insel bauen die Adeliepinguine ihre typischen Steinnester. Doch das Material ist in der kargen Landschaft schwierig zu beschaffen. Ein hohes Steinnest bietet jedoch große Vorteile für das Überleben der Jungen. Denn sobald es taut, verwandelt sich der Boden in den Vogelkolonien in stinkenden Matsch. Auf den Steinhäufchen jedoch bleiben Eier und Küken trocken.

Die Suche ist beschwerlich, und viele Steine müssen mühsam aus dem Eis herausgepickt werden. Forscher konnten beobachten, dass manche Pinguinweibchen sich diese Arbeit etwas leichter machen. Sie watscheln zu Junggesellen und paaren sich mit ihnen. Zum Dank geben ihnen die alleinstehenden Männchen einige Steine, mit denen die Weibchen zum festen Partner zurückkehren. Ein einzelnes Weibchen wurde beobachtet, wie es durch solche Sexgeschäfte 62 Steinchen erwerben konnte. Es ist also ein eindeutiger Fall von Prostitution aus Not.«

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