Wer sind Sie und was machen Sie?
Ich bin Christine Kämmer und komme als Schreibcoach ins Spiel, lange bevor ein Manuskript fertiggestellt oder ein Buch veröffentlicht wird. In meinen Workshops finden Menschen, die schreiben möchten, Flow und Ideen, und können ihre Geschichten, Szenen und Figuren entspannt weiterentwickeln. Außerdem begleite ich Schreibende und ihre kreativen, literarischen oder autobiografischen Projekte im Einzelsetting.
Was sind die Idee und das Ziel hinter Ihrer Dienstleistung/Ihrem Tool und womit unterscheiden Sie sich von anderen?
Ich arbeite mit der amerikanischen Kreativmethode »Gateless Writing«. Dieser Ansatz nutzt neurowissenschaftliche Erkenntnisse darüber, wie sich kreativer Flow am besten einstellt. Dabei nutze ich Entspannungssequenzen, Musik und gezielte Schreibimpulse, mit denen Schreibende wirklich in die Tiefe kommen.
Beim »Gateless Writing« setzen wir konsequent stärkenorientiertes Feedback ein. Im Gespräch über die Texte erweitern wir so unseren literarischen Horizont und arbeiten detailliert am Potenzial und an der Textwirkung. Stärkenorientierung bedeutet nämlich nicht »Lobhudelei« – das wird hierzulande leider gern missverstanden.
Wer sind die Kunden und wie wird es angenommen? Können Sie ggf. Zahlen nennen?
»Gateless Writing« eignet sich für Schreibende aller Art. In meinen Workshops versammeln sich Textprofis (vor allem Lektorinnen und Selfpublisher), genauso wie Menschen, die das Schreiben einfach mal ausprobieren möchten. Alle Anwesenden befinden sich in einem geschützten Raum und begegnen einander auf Augenhöhe. Das motiviert und gibt Mut, die eigene Stimme zu entfalten.
Die Methode ist im deutschsprachigen Raum noch recht unbekannt, daher muss ich mich als Solo-Selbstständige natürlich ständig um Sichtbarkeit bemühen. Das Schöne ist, dass diejenigen, die diese Art des Schreibens für sich entdeckt haben, gern wiederkommen.
Was ist wichtig für die erfolgreiche Nutzung?
Wichtig ist die Bereitschaft, sich vor dem Schreiben auf eine Phase der Entspannung und danach auf die stärkenorientierten Rückmeldungen einzulassen. In einem kritikfreien Umfeld schreiben erfahrungsgemäß nämlich auch Textprofis origineller, mutiger und intensiver. Und: Auch sie kämpfen oft mit kreativen Blockaden, leiden unter destruktiven Feedback-Erfahrungen, oder sind sich ihrer persönlichen Schreibstärken gar nicht bewusst.
Welche 1-3 Beispiele gibt es für die erfolgreiche Nutzung?
In den USA kenne ich einige, die ihre Bücher in regelmäßigen »Gateless-Writing«-Runden geschrieben und anschließend erfolgreich veröffentlicht haben. In meinem Blog habe ich Teilnehmerinnen interviewt, die in meinen Kursen ihre Figuren weiterentwickeln oder Selbstzweifel überwunden haben.
Was ist perspektivisch noch geplant?
In den letzten Jahren lag mein Schwerpunkt auf kürzeren Online-Schreibworkshops und auf regelmäßigen Schreibwochenenden in Wien.
Wo finden wir Sie im Internet?
Alle Workshoptermine (online und in Präsenz) findet man auf christinekaemmer.com. Auf meiner Website teile ich auch weitere Infos über »Gateless Writing«. Schreibimpulse und kreative Tipps gebe ich im Blog und per Newsletter.
Zum Abschluss: Welchen Anbieter finden Sie selbst hilfreich?
Damit ich mit Schreibenden professionell an ihren Texten arbeiten kann, ist es mir wichtig, mich »handwerklich« ständig weiterzubilden. Ich habe die fundierte Lektoratsausbildung bei der Akademie der Deutschen Medien sehr genossen. Auch die Fortbildungen vom Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren (VFLL) finde ich für meine Tätigkeit hilfreich.
Foto (c) Alexander Müller


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