Robin Gates: Es macht mir besonders Freude, mich vom Autor in einen Geschichtenerzähler zu verwandeln

Robin Gates

Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Ich bin Robin Gates und schreibe Romane, bisher hauptsächlich im Genre Epic Fantasy. Mein erste Veröffentlichung, “Der Harfner und der Geschichtenerzähler”, wurde zwischen 2003 und 2004 vom Heiden Verlag Hamburg in drei Bänden herausgebracht. Meine aktuelle Romanserie, “Runlandsaga”, wird vom Otherworld Verlag, dem neuen Fantasylabel der Verlagsgruppe Ueberreuter, veröffentlicht. Die ersten drei Teile, “Sturm der Serephin”, “Feuer im Norden” und “Wolfzeit”, sind bereits erschienen. Zur Zeit arbeite ich gerade am Ende des vierten und abschließenden Bandes mit dem Titel “Die Schicksalsfestung”, der im Herbst 2010 im Buchhandel erhältlich sein wird. Ich schreibe allerdings auch Essays zu mythologischen Themen und Kurzgeschichten. So steuerte ich im Jahr 2009 meine Erzählung “Schlangenblut” der Kurzgeschichtenanthologie “Dark Ladies II” aus dem Fabylon Verlag bei. Es macht mir besonders Freude, öffentliche Lesungen abzuhalten und mich dabei vom Autor in einen Geschichtenerzähler zu verwandeln. Die persönliche Verbindung zwischen einem Erzähler und seinem Publikum ist in meinen Augen die direkteste und intimste Art der Literatur.

Wie verändern die digitalen Medien bzw. das Internet Ihre Arbeit?

Mein Notebook ist das zweite elektronische Gerät, das ich morgens einschalte (das Erste ist der Herd für Kaffee), und oft genug das Letzte, das ich vor dem Schlafengehen ausschalte. Für mich ist das Schreiben am Computer schon lange so selbstverständlich geworden wie früher das Schreiben per Hand oder an der Schreibmaschine. Das Internet erleichtert mir meine Recherchen ungemein, und es bietet mir die Möglichkeit, über Literaturforen im Austausch mit meinen Lesern zu stehen.

Was ist ein typisches Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Um das Beste aus mir herauszuholen, arbeite ich gerne mehrere Stunden am Stück, ohne hinterher noch einen weiteren Termin zu haben, der meinem Schreibfluss einen Schlusspunkt setzt. Diesen Luxus habe ich leider nicht immer, denn wie viele andere Autoren muss ich für meinen Lebensunterhalt noch einer weiteren Arbeit nachgehen. Oft bin ich daher darauf angewiesen, die eine oder andere kürzere Schreibsession einzulegen, obwohl ich gerne viel länger an einem Kapitel sitzen würde.

Wo finden wir Sie im Internet?

Auf meiner Autorenhompage: http://www.runland.de

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Diese vier Fragen werden regelmäßig von Leuten aus der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Probleme in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen in Ihrer Bucharbeits-Umgebung bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen.


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