Gaby Petersen-Brinkmann: Es ist schwierig, Kreativität zu planen

Die folgenden fünf Fragen werden regelmäßig von den unterschiedlichsten Köpfen der Buchbranche beantwortet und die Interviews werden hier im Blog veröffentlicht. Dadurch entstehen Beiträge, die zum einen Aufmerksamkeit auf jene lenken, die “was mit Büchern machen”, und die zum anderen die Veränderungen und Herausforderungen in den verschiedenen Bereichen der Branche sichtbar werden lassen. Wenn Sie ebenfalls teilnehmen möchten, senden Sie Ihre Antworten und ein Bild von Ihnen bitte an Leander Wattig. Als Inspirationsquelle könnten Ihnen die bisherigen Interviews dienen. (Jedoch behalte ich mir vor, nicht alle Zusendungen zu veröffentlichen.)

Gaby Petersen-Brinkmann: Es ist schwierig, Kreativität zu planen

Wer sind Sie und was machen Sie mit Büchern?

Mein Name ist Gaby Petersen-Brinkmann. Für mein erstes Buch, “Mutti geht´s gut”, welches am 22.06.2012 erschienen ist (Verlag Bastei Lübbe), habe ich mir mein Pseudonym “Laura Windmann” zugelegt. Da das Buch doch sehr intim über das Leben mit meiner Mutter und meiner Familie, wenn auch sehr humorvoll, berichtet, hatte ich das Gefühl, meine Lieben nicht auf Anhieb “verraten” zu dürfen, indem ich zu meinem wirklichen Namen den Bezug erbringe. Der Nachname “Windmann” war der Geburtsname meiner Großmutter, der Vorname “Laura” ist fiktiv.

“Mutti geht´s gut” zeigt durch das Erzählen wahrer Geschichten auf, wie schwer es oftmals für erwachsene Kinder, hier die Tochter, ist, auf die Bedürfnisse ihrer alternden Eltern einzugehen, ohne die eigenen Bedürfnisse zu vergessen. Ich bin der festen Überzeugung, dass mein Buch sehr vielen “leidenden” Töchtern (und auch Söhnen) in gewisser Weise eine Hilfe sein wird. Denn: mit Humor geht Vieles leichter!

Aufgewachsen bin ich im niedersächsischen Stade. Schon in meiner Jugend habe ich immer mal wieder Geschichten geschrieben. Später dann habe ich für einige Internetseiten Kolumnen geschrieben, humoristisch und für die vornehmlich weiblichen Leser “thematisch immer auf den Punkt gebracht”. Doch erst über die Community von facebook entstand der Kontakt zu meinem jetzigen Agenten und Lektor, der Texte von mir las und mir nach Erzählungen meinerseits über meine Mutter den “Schub” in die richtige Richtung gab.

Momentan arbeite ich an einer Fortsetzung meiner “Muddi – Geschichten” und weiteren Projekten.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Wenn ich in einem Projekt stecke – im Kontakt mit meinem Lektor – erarbeite ich die zu korrigierenden Textpassagen sofort. Das bedeutet, wenn ich morgens die Korrekturfahne bekomme, arbeite ich einige Stunden am Vormittag. Kommt die Korrektur am späten Abend, sitze ich bis in die Nacht an den Texten. Spontane Einfälle notiere ich zwischenzeitlich.

Wie hat sich Ihre Arbeit in den letzten Jahren bzw. in der letzten Zeit verändert?

Früher habe ich ja quasi nur “für mich” oder einen kleinen Kreis geschrieben, die “Arbeit” war also keine “Arbeit”. Ich schrieb, wenn es “floss”, nur, wenn ich das Gefühl hatte, ich könne gerade jetzt meiner Kreativität “freien Lauf” lassen. Bei zunehmender Professionalität muss ich mich als Freischaffender daran erinnern, wie es zu Zeiten der Ausübung meines einmal erlernten Berufes als Verwaltungsangestellten war: Hinsetzen, Akten bearbeiten, Mittagspause, Akten bearbeiten, Feierabend! Ein konsequentes und dann doch auch geplantes Schreiben ist möglich, auch wenn es mir anfangs sehr schwer fiel…

Was ist ein typisches Problem bei Ihrer Arbeit, für das Sie eine Lösung suchen?

Das typische Problem habe ich gerade erwähnt. Es ist schwierig, Kreativität zu planen. Eine entspannte Atmosphäre hilft mir dabei.

Wo finden wir Sie im Internet?

Mein Buch unter: www.luebbe.de
Mich unter: www.gatoon.de

Bildquelle: Gaby Petersen-Brinkmann


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